Streitschlichter AG 2012/2013

Die Regenbogenschule hat die Streitschlichtung seit fast fünf Jahren in das Schulprogramm aufgenommen.

Das bedeutet, dass sich interessierte Kinder aus dem dritten Schuljahr einmal die Woche zur Streitschlichter- AG treffen, um als Streitschlichter ausgebildet zu werden.

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Ziele der Streitschlichtung in der Schule sind:

  • Befähigung der Schüler, Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu entwickeln.
  • Erlernen von aggressionsfreien Konfliktlösungsstrategien und Vermittlung von Kommunikationstechniken.
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Verbesserung des allgemeinen Schulklimas durch Verringerung von Konflikten zwischen SchülerInnen.

Im ersten Schulhalbjahr verbessern die Schüler ihre soziale Kompetenzen durch Training: Wie fühle ich mich? Wie erkenne ich, wie sich mein Gegenüber fühlt? Wie reagiere ich gut, wenn ich wütend bin?

Die Schüler erfahren hier altersgerecht theoretisches Basiswissen, spielen aber- und hier liegt der Schwerpunkt- auch vieles in Rollenspielen durch /  „Learning by doing“.

Im zweiten Schulhalbjahr erfahren die Kinder wie sie ihren Mitschülern bei Streitigkeiten beratend zur Seite stehen können: Selbstregulation und Perspektivenwechsel werden bei jeder Art der Streitschlichtung gefordert und gefördert. Einige der AG-Kinder sind selbst auch häufig in Streitereien verstrickt und können hierbei Anstöße für ihre sozial-kognitive und moralische Entwicklung bekommen. Sie erhalten hier Einblicke in Streitschlichterfunktionen, die sie als Sekundärschüler vertiefen können. Am Ende der Ausbildung findet eine Prüfung statt, in der die Schüler zeigen, was sie gelernt haben.

Bei der Streitschlichtung dient die Friedensbrücke (nach einer Idee von Johnson/ Johnson 1991) als Hilfsmittel. Sie überbrückt symbolisch den durch Streit entstandenen Graben zwischen zwei Streitenden. Bei der Lösung ist es unerlässlich, dass die Konfliktparteien „ ihre Brücke selber bauen“ und die Streitschlichter dieses begleiten. Die Streitschlichter bieten keine Lösung, sie zeigen lediglich die einzelnen Schritte auf.

Erst im vierten Schuljahr dürfen dann die ausgebildeten Streitschlichter in den Pausen zu zweit oder dritt anderen Schülern auf dem Pausenhof ihre Hilfe anbieten. Dabei dienen regelmäßige Nachmittagstreffen mit zwei Lehrerinnen  dazu, dass die Streitschlichter ihre Erfahrungen untereinander austauschen können.

In der Schule von heute gewinnt soziale Schulung, Bildung und emotionale Kompetenz immer mehr an Bedeutung. Das Programm der „Streitschlichtung“ ist neben anderen wie „Faustlos“ oder „Ich, du, wir“ eine von vielen, das dies erkannt hat. Es passt gut zu unserer „Regenbogenschule Sinzig“ und stellt für alle unsere Schüler eine weitere Chance zur positiven Entwicklung dar, den Streitschlichtern, den Mitschülern, die von der Schlichtung profitieren und auch den übrigen, die sehen können, dass Konfliktlösung auch gewaltfrei funktionieren kann – und das schon im Grundschulalter.

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